Die News unserer Burgrenovierung

Erst bekommt ihr von uns eine tolle Zusammenfassung über das, was bereits geschehen ist in unserer Burg. Zum Schluss folgen noch ein paar Fotos, die unsere Renovierung bildlich zeigen sollen. Viel Spaß beim lesen!
Außerdem wollen wir uns recht herzlich beim Bezirksausschuss 12 der Landeshauptstadt München bedanken, der unsere Maßnahme durch finanzielle Zuschüsse ermöglicht hat!

Mittwoch, der 19.Oktober 2005

Heute haben wir uns des erstemal nach dem Vorsprechen vor dem Bezirkausschuss München-Nord getroffen um noch mal festzulegen, wie des jetzt mit der Renovierung unseres Stammesheims weitergehen soll.

Wir haben geplant, diskutiert, Skizzen gezeichnet, Aufgaben verteilt und waren kreativ bis uns die Köpfe rauchten. Nach ca. 2 Stunden war ich ziemlich erschöpft. Mir war vorher nicht ganz klar gewesen was da auf mich zukommt, aber inzwischen hatte ich da einen recht guten Überblick bekommen. Aber wir waren noch nicht ganz fertig. Nach einer kurzen Pause folgte eine weiter Stunde planen, denken, gedanklich einrichten. Dann hatten wir es endlich geschafft. Um etwa 22 Uhr hatten wir für jeden Raum ein Konzept erstellt, jedem Raum einen Hauptverantwortlichen zugeteilt und alle Aufgaben verteilt. Mir fiel der Flur und die Dokumentation zu. Und natürlich über dieses Chaos einigermaßen einen Überblick zu behalten.

Wir vereinbarten noch einen Termin für ein allgemeines großes Renovierungs-Treffen, an dem möglichst viel Pfadfinder und Eltern kommen sollen und die Burg komplett ausgeräumt, gemalert und die Böden rausgerissen werden sollen.

Ich fuhr von diesem Treffen mit gespaltenen Gefühlen nach Hause. Einerseits hatte ich Angst, dass ich des alles nicht hinbekommen würde, andererseits freute ich mich riesig auf die bevorstehenden Arbeiten, das Renovieren, Malern,.... endlich wieder ein schönes Stammesheim zu haben.


Donnerstag, der 10.November 2005

Es war fast ein Monat vergangen bis wir uns wieder zusammengesetzt haben um die Renovierung voran zutreiben. Aber gut, in der Zwischenzeit waren die Herbstferien gewesen und jeder Hauptverantwortliche hatte die Zeit für seinen Raum Mobiliarvorschläge herauszusuchen. Besonders schwer hatte es der Manu. Er hat sich um die Küche, den wichtigsten Raum in unserer Burg, gekümmert. Er hat wirklich gute Arbeit geleistet, aber es entbrannte trotzdem eine heftige Diskussion, besonders über die Farbe. Letztendlich sollte es eine vanillefarbene Küchenzeile mit dunkel-brauner Arbeitsplatte, ein heller Fußboden und dunkle Tische werden.

Doch auch die anderen Verantwortlichen hatten ihre Aufgaben erledigt. Wir erstellten eine Einkaufsliste für das Wochenende. Ohne irgendwie hier Schleichwerbung machen zu wollen, aber fast unsere ganze neue Einrichtung wir bei Ikea gekauft werden. Ist aber auch praktisch, weil er so günstig ist und einfach alles hat. Diesmal hat unser Treffen gute 4 Stunden gedauert und jeder wollte nur noch nach Hause und schlafen.

Sonntag, der 13.November 2005

Wie fast jeder hab ich auch heute meine E-Mails gecheckt. Darunter war auch eine Mail von Basti in der etwas von einer eisblauen Küche und einem grauen Boden stand. Ich dachte ich les nicht richtig. Naja, nicht gerade ein Problem, das man nicht lösen könnte. Ich hab wie eine Wilde rumtelefoniert und es hat sich herausgestellt, dass es die vanillefarbene Küchenzeile, so wir sie wollten, doch nicht gibt. Außerdem wäre sie um einiges teurer wie die eisblaue. Na gut, dann wird die Küche halt doch blau. Aber dafür musste ich feststellen, dass die Eltern noch immer nicht informiert wurden über Tag und Zeit der Renovierungsaktion. Zum Glück haben wir einen sehr engagierten Förderverein, der den Stamm des öfteren unterstützt. Ein Brief an die Förderer, so erreichen wir hoffentlich in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Eltern.

Ohh man, so eine Renovierung ist vielleicht doch nicht ganz so einfach.

 

Mittwoch, der 16.November 2005

Endlich mal wieder ein schulfreier Tag. Dieser Buß- und Bettag ist doch eine prima Erfindung für uns Schüler. Ich nutze die Zeit, um mir mal wieder, na was wohl, die Burgrenovierung zu Gemüte zu führen. Ich fuhr fast durch die ganze Stadt um möglichst günstig an Umzugkartons zu kommen. Ich hab`s auch tatsächlich geschafft 14 Umzugskartons für 0 € zu beschaffen. Bis auf meine Benzinkosten, aber was soll`s. Als ich dann endlich wieder daheim war, hab ich mich erst mal an den Computer gesetzt und mir noch mal genau überlegt, was genau in jedem Zimmer an dem besagten Wochenende getan werden muss. Ich habe jetzt für jeden Raum eine Art Plan erstellt, in dem grob steht was wann gemacht werden muss. Ich hoffe so wird jeder am Wochenende einigermaßen wissen was zu tun ist ohne, dass eine Person ständig mit Fragen gelöchert werden muss. Leider hat die ganze Sache doch länger gedauert, als ich dachte (etwa 1 Stunde) und jetzt wurde es allerhöchste Zeit wieder Richtung Stammesheim zu düsen.

Dort traf ich Hansi, der Fördervereinvorsitzende und auch sonst immer eine helfende Hand. Er ist besonders engagiert bei der Burg-Renovierung dabei. Mich hat es etwas überrascht, dass nicht nur ich mich tagtäglich mit dem Stamm befasse, aber eigentlich war es mir schon vorher klar. Er erzählte mir, er habe jetzt die Böden bestellt und sie würden nächste Woche geliefert. Ein perfektes Timing! Außerdem hat er einen Unternehmen ausfindig gemacht, dass sowohl unsere Böden verlegt, als auch unsere Pläne im Sanitärbereich verwirklichen kann. Oh, das hört sich etwas hochgestochen an. Eigentlich sind diese Pläne eher simpler Natur. Neue Waschbecken, eine Dusche im Jungenklo und Durchlauferhitzer für warmes Wasser in beiden Toiletten. Naja, vielleicht so simpel auch wieder nicht!

Wie auch immer, heute kam endlich der Brief bei den Eltern an und jetzt warte ich eigentlich nur noch auf die Telefon- und E-Mailflut. Hoffentlich melden sich ein paar Eltern, die uns helfen können. Aber auch wenn nicht, wir schaffen das schon 
irgendwie!    

 

Sonntag, der 20.November 2005

Dieses Wochenende haben wir es richtig angepackt. Am Freitag um 16 Uhr ging´s los. Es hat Stunden gedauert bis alle Räume soweit leer geräumt waren. Das Wölflingszimmer war schnell fertig. Bilder von der Wand, Fensterbretter leer räumen und schon ready zum Renovieren. Das Gildenzimmer war auch verhältnismäßig einfach zu leeren. Der Schrank, der uns so lange gute Dienste geleistet hatte, war schnell ausgeräumt und fiel fast von alleine zusammen. Die Sofas waren zwar echt verdammt schwer, aber ziemlich schnell in den Speicher getragen. Anstrengender war da schon das Büro. Es hat Ewigkeiten gedauert bis wir es soweit freigeräumt hatten, dass man den Boden wieder sehen konnte. Die Küche war das größte Problem. Um die ganzen Schränke auszuräumen hat meine Mom vier Stunden gebraucht. Ich möchte ihr hier auch noch mal ganz herzlich danken. „Mama, vielen Dank, du bist einfach die Beste!“ Also wie gesagt, meine Mutter hat zusammen mit Harald geräumt wie eine Weltmeisterin. Als dann der Basti vom Einkaufen wieder kam, haben wir angefangen die Holzvertäfelung von der Wand zu schrauben. Das hätten wir wohl lieber lassen sollen. Auf der Fensterseite gegenüber der Tür ist uns mit der Vertäfelung die ganze Wand entgegen gekommen. Also, ich mein der Putz und so ist leider komplett abgebröckelt. Jetzt müssen wir zu allem Überfluss die Wand auch noch neu verputzen lassen. Wie auch immer, das ist eine Sache, die wir sicher auch gut hinkriegen. Um 21 Uhr war ich total geschafft. Meine Mama und ich sind Richtung Heimat abgedüst, aber einige sehr Fleißige sind noch geblieben um den Rest wegzuräumen.

Am Samstag war früh aufstehen angesagt. Um 9 Uhr rückte die Mannschaft in malertauglicher Kleidung an und weiter ging´s.

Zuerst wurde die Küchenzeile fertig ausgebaut und dann zusammen mit dem ganzen anderen Sachen, die wir ersetzten müssen, zum Sperrmüll gefahren. Dann haben wir sämtliche Bodenbeläge entfernt. Das heißt: Wölflingszimmer-Teppich raus, Gildenzimmer-Teppich raus, Büro- auch Teppich raus, Küche- Linoleum unter Einsatz von Hammer und Spachtel raus, Flur- 4 Schichten Linoleum weg. Wow, es hat nur so gestaubt in unserem Stammesheim.

Dann war malern angesagt. Den Gruppenzimmern wurde Farbe verpasst. Die Küche und das Büro weiß, obwohl wir in letzterem unseren Phantasie haben spielen lassen und noch mintgrüne Streifen dazu gemalt haben. Das Jungenklo wurde hellblau und das Mädchenklo rosa. Wenn man sich jetzt in den Flur vor die Toiletten stellt, strahlen sie einem richtig entgegen. Das ist wunderschön! Um 20 Uhr waren alle fix und fertig. Wir haben´s nicht mehr geschafft den Flur zu weißeln, aber der braucht es bis jetzt auch am wenigsten. Ich hab den ganzen Tag heute gebraucht um mich zu regenerieren. Das Wochenende hat echt geschlaucht. Ich muss noch mal sagen, alle die da waren haben geackert wie die Irren: Wir haben ziemlich viel geschafft diese Tage und ich bin euch echt dankbar. Unser Stammesheim wird wunderschön und ich freu mich schon total, wenn es endlich fertig ist.

Diese Woche kommen die neuen Bodenbeläge und der Bodenverleger. Dann ist etwa die Hälfte unserer Arbeit getan. Na ja, fast. Es gibt immer noch viel zu tun. Wir müssen jetzt noch den Großeinkauf starten, an dem wir all die neuen Möbel und natürlich die Küchenzeile kaufen werden. Auch die Klos sind noch ein Projekt an sich. Doch ich bin zuversichtlich, dass wir alles noch dieses Jahr schaffen werden.  

 

Mittwoch, der 14.Dezember 2005

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich mich eine längere Zeit nicht dazu aufraffen konnte, weiter zu schreiben, bis jetzt. Das heißt aber nicht, dass nichts weiter passiert ist.

Am Samstag, den 26.11. haben Johannes und Lukas in einer Tagesaktion die Wände im Wölflingszimmer noch mal gestrichen und die Decke bearbeitet. Denn leider hat die Farbe, die wir zuvor benutzt haben, nicht gehalten. Nun haben die zwei Jungs die Decke abgespachtelt und noch mal gestrichen. Das muss eine unglaubliche Arbeit gewesen sein!

Am Tag drauf, dem Sonntag, kam die gesamte Sippe Valamir und hat den Flur geweißelt. Harald und ich waren auch da. Die Valamirs haben getan, was sie konnten, aber so richtig weiß ist der Flur nicht geworden. Während die einen sich um den Flur gekümmert haben, habe ich mir mal die Arbeit vom Vortag angeschaut und leider feststellen müssen, dass die Farbe im Wölflingszimmer schon wieder von der Decke geblättert ist. Lukas kam dann auch noch mal und zu dritt machten wir uns ans erneute Abspachteln. Leider hatte Lukas nicht viel Zeit und so waren Harald und ich bald allein mir der Decke. Doch zu unserem Glück kam bald danach die Nina, unsere 2. Fördervereinsvorsitzende, um ebenfalls mal die bereits getane Arbeit zu begutachten. Sie hat uns überzeugt, dass wir das so nicht ganz schaffen würden. Also haben wir beschlossen, die Spachtelei zu unterbrechen und die Renovierung etwas anders anzupacken. Dazu verabredete ich mich mit Nina für den Montag drauf.

Am Montag, den 28.11. bin ich gleich nach dem Unterricht zur Nina in ihr Geschäft gefahren. Wir haben uns stundenlang die Köpfe zerbrochen, wie wir diese Renovierung am besten anpacken könnten. So wie das bis jetzt gelaufen war, war´s ja noch nicht so ideal. Für die Bäder haben wir uns Unterstützung geholt. Die sind auch soweit fertig. Die Waschbecken wurden ausgetauscht und die Dusche eingebaut. Die Küche ist inzwischen auch wieder weiß und die eine Wand, die uns entgegengekommen war, gerichtet. Außerdem ist in der Küche und im Flur der neue Linoleumboden verlegt worden.

Aber es gibt immer noch so viel zu tun. Nina und ich hatten schon fast einen perfekten Plan gemacht, als Hansi kam und uns klar machte, dass unser Plan, der stark auf der Mitarbeit der Eltern basierte, so nicht durchführbar ist, besonders nicht in der Vorweihnachtszeit. Wir mussten uns leider ohne großartig neue Erkenntnisse voneinander verabschieden.

Es folgte ziemlich viel Stress wegen unserer Weihnachtsfeier, deswegen musste die Renovierung erst mal etwas ruhen.

Am Donnerstag, den 8.12. trafen sich Nina, Hansi,  Basti und ich in der Burg, um noch mal genauer die bis jetzt gemachte Arbeit zu begutachten. Anschließend sind wir zum Griechen gegangen, einerseits um zu essen, aber natürlich hauptsächlich um das weitere Vorgehen zu besprechen. Wir haben geplant, geredet, Pläne entworfen und wieder verworfen und schließlich folgendes beschlossen:
Am Samstag, den 17.12. fahren Sandra und ich zum Ikea, um endlich das ganze Mobiliar zu kaufen. Recht viel mehr werden wir vor Weihnachten nicht mehr schaffen. Dann gleich in der ersten Woche des neuen Jahres werden wir die Türstöcke abschleifen und neu lackieren, uns der Decke im Wölflingszimmer widmen und kleine Malerausbesserungen machen. Doch auch das muss geplant werden. Das heißt wir haben noch viel vor uns, auch vor Weihnachten, nur dass das Arbeit ist, die man so direkt nicht sieht.

Ich hab schon einen Brief verfasst, der noch mal alle Pfadfinder und Eltern motivieren soll, uns zu helfen. Basti hat ihn sich noch mal angeschaut und fand ihn gar nicht so schlecht. Er wird ihn auch vervielfältigen und verschicken. Außerdem muss noch weiteres Material gekauft werden. Auch das wird Basti übernehmen.

Ich hab gestern und heute auch schon wieder ewig viele Telefonate führen müssen, um den Einkauf zu organisieren. Denn zu allem Überfluss gibt es auch noch so was wie Schule und anderen Verpflichtungen, die mich aber im Moment eigentlich nur abhalten von der Burgrenovierung.

  

Samstag, der 17.Dezember 2005

Heute war ein wichtiger Tag in der Geschichte der Burgrenovierung. Ich war mit Sandra endlich beim Ikea!
Wir haben eingekauft, und wie! Wir haben wirklich alles gegeben.
Ich hab Sandra schon um neun Uhr abgeholt, habs aber tatsächlich geschafft vorher noch das Geld zu organisieren. (Eigentlich bin ich nur beim Hansi vorbeigefahren uns hab es abgeholt. Organisiert hat es Hansi) Wie auch immer, wir waren schon recht früh draußen in Eching. Das war auch gut so, denn es hat durchaus seine Zeit gedauert bis wir sämtliche Möbelstücke auf der Ausstellungsfläche gefunden hatten. Und das mussten wir ja, weil man nur da erfährt, wo sie dann in den Regalen zu finden sind. Den ersten Teil haben wir erfolgreich abschließen können und uns voller Elan auf die Regale gestürzt. Der Elan war auch dringend nötig. 2 Stunden und 4 volle Einkaufswägen später, waren wir bis zur Kasse vorgedrungen. Wir lagen gut in der Zeit, denn es war mir im Vorfeld tatsächlich gelungen, ein Vater aufzutreiben, der sich breit erklärte uns um ca. 11.30 Uhr beim Ikea mit einem Laster abzuholen. Also kurz vor 11.30 standen Sandra und ich mit vier vollbeladenen Einkaufswägen hinter der Kasse und tranken wohlverdientes Ikea-Mineralwasser.
Herr Ott und sein Sohn, der Christopher, kamen auch tatsächlich einigermaßen pünktlich. Wir haben dann das ganze Zeug in den Laster gepackt, mussten aber, bevor wir wieder gen München fahren konnten, zur Warenauslieferung, wo uns noch einmal ein Einkaufswagen erwartete. Nachdem auch dieser seinen Weg in den roten LKW gefunden hatte, machten wir uns auf den Heimweg.
An der Burg angekommen erwartete uns schon Thomas. Wir begannen mit dem Ausladen. Sandra und ich waren schon am Ende unserer Kräfte, halfen aber dennoch mit.
Als dann noch der andere Thomas und Andi kamen, machten wir zwei Einkäufer uns auf den Heimweg. Ich musste noch meinen Zug nach Erlangen erwischen und auch Sandra hatte noch wichtige Verpflichtungen vor sich.
Die drei Jungs, Herr Ott und Christopher luden noch den Rest aus dem Laster aus und trugen alles rauf in die Küche.

Die Einrichtung ist jetzt soweit gekauft. Nur die Elektrogeräte und Kleinigkeiten fehlen noch. Das Jahr ist fast vorbei und ich hoffe, dass wir noch alles schaffen.

Die Zeit läuft uns davon. Jetzt kommen die Weihnachtsfeiertage und damit eine kurze Ruhepause. Allerdings ist die im Moment nicht sehr vorteilhaft. Die Renovierung wird im neuen Jahr weiter gehen und ich hoffe, dass wir sie dann möglichst schnell auch beenden können.

 
 

Montag, der 2.Januar 2006

Für Morgen ist unsere nächste größere Renovierungsaktion angesetzt und wir mussten noch diverse Sachen beim Baumarkt besorgen. Zu diesen Zweck bat ich den besten Freund meines Bruders, der bei Obi arbeitet, uns zu helfen. Wir ,Alex und ich,  trafen uns um 16:30 Uhr mit Basti vorm Obi. Farbeimer, Spülbecken, Türlack, so ging´s im Zick-Zack durch das Geschäft. Alex war uns wirklich eine riesige Hilfe. Nicht nur, dass er uns zielsicher durch das Labyrinth der Regalgänge führte, er verhalf uns auch zu ganzen 20 % Rabatt. Einen Einkaufswagen konnten wir füllen bis wir allen beieinander hatten. Jetzt muss ich mich noch ein bisschen erholen, damit ich morgen fit bin.

  

Dienstag, der 3.Januar 2006

7:00 Uhr aufstehen ist schon eine recht unchristliche Zeit für eine Schülerin in der Ferienzeit. Aber was sein muss, muss sein. Pünktlich um 9:00 Uhr stand ich vor der Tür unseres Stammesheims. Kurz darauf trudelten auch all die anderen ein. Es war eine gut überschaubare Anzahl an Leuten. Genug, dass endlich mal was voran geht, aber nicht zu viele, dass man leicht den Überblick verliert. Tatkräftig machten wir uns ans Werk.
Für die Türen und Türrahmen habe ich meinem Opa sämtliche seiner Abschleifgeräte abgeschwatzt und noch am Vorabend abgeholt. Doch trotz schwerer Geschütze ist es gar nicht so leicht die Türrahmen mit all seinen Ecken und Kanten abzuschleifen.
Während sich die einen mit dieser sehr staubigen Arbeit beschäftigten, haben Harald, Verena und ihre Mutter, Alexandra Fabry und ich, wir haben uns erneut die Decke im Wölflingszimmer vorgenommen. Das war vielleicht eine Heidenarbeit. Von 9:30 bis etwa 19:00 Uhr haben wir gespachtelt wie die Weltmeister. Natürlich haben wir zwischen drin Pausen gemacht, aber mit recht viel mehr haben wir uns an diesen Tag nicht beschäftigt. Und wir haben es tatsächlich geschafft bis zum Abend die gesamte Decke abzuspachteln und eine Tiefengrund aufzutragen. Die Schleifer waren auch sehr fleißig. Sämtliche Türen sind fertig abgeschliffen, sowie 3 Türrahmen abgeschliffen und neu lackiert. Das Mädchenklo hat noch mal einen Anstrich verpasst bekommen und das Gildenzimmer und das Büro bekamen noch einige esthetische Verbesserungen.

Als ich um etwa halb acht daheim war, war ich so erschöpft, dass ich mich grad noch in die Badewanne schleppen konnte. Meine Arme schmerzten von der vielen Spachtelei so unglaublich, dass ich nicht mal mehr meine Fernbedienung schmerzfrei bedienen konnte. Aber Heute, einen Tag später, sind die Schmerzen verflogen und ich bin froh, dass wir gestern so viel geschafft haben.

 

Sonntag, 15. Januar 2006

Seit meinem letzten Tagebucheintrag, fanden wieder zwei weitere Renovierungsaktionen statt. Am Samstag, den 7.1. und gestern. Es kamen an beiden Tagen je etwa 15 Personen, so viele wie noch nie zuvor. Es war nicht ganz einfach für mich den Überblick zu behalten, aber mit Hilfe von Hansi und den tatkräftigen Eltern, gelang uns die Koordination doch ganz gut. Ich hab schon soviel geschrieben und teilweise auch ziemlich genau ausgeführt, was wir an den Aktionen so treiben, deswegen werde ich diesmal nur die Ergebnisse festhalten.

Wölflingszimmer: endlich eine weiße Decke, hoffentlich hält sie diesmal länger als 6 Stunden, die Wände sind hellgelb und um die Tür und die zwei Fenster ein sonnengelber Streifen, der Schutt von der Deckenabspachtelung ist in Müllsäcken verschwunden und im Moment beherbergt das Wözi die Schränke für die Küche. Die Tür ist innen weiß und zum Gang hin gelb.

Büro: die Wände sind einigermaßen weiß und an der Wand neben der Tür, sowie gegenüber am Fenster befindet sich, sagen wir ein Streifenkunstwerk in grün à la Nina (wunderschön), der große Schrank ist noch ziemlich verstaubt, aber sonst schauts ganz gut aus.

Gildenzimmer: die Wände strahlen alle in einem apricot, die Wand rechts neben der Tür und um das Fenster zum Hof hin, ist die Schwammtechnik in einem Terrakottaton angewandt worden. Frau Mohr hat für uns die Farbkanten zu Decke und sonstiges ausgeglichen. Die Gizitür ist innen weiß und zum Gang hin dunkelblau.

Jungenklo: Wir haben einen neuen Spülkasten montiert, die Kloschüssel ist einigermaßen sauber, die Fugen zwischen den Fließen in Kleinstarbeit geweißt worden, die Dusche eh schon seit längeren eingebaut. Der Boden muss noch geputzt werden und das Waschbecken hat leider ziemlich viel Farbe abbekommen, die erst noch mit Spezialreiniger entfernt werden muss. Die Tür ist komplett weiß.

Mädchenklo: Der erste Raum, der komplett fertig ist! Rosa Wände, weiße Fugen, strahlendes Waschbecken und Boden, sowie neuer Spiegel (von meiner Mutter gesponsert) überm Waschbecken, sagen wohl alles Wissenswerte über das Mädchenklo aus.

Küche: größter Brennpunkt im Moment. Boden ist fertig, der Vater vom Max hat angefangen die Holverkleidung wieder an die Wand zu montieren, die Küchenzeile ist noch am Anfang ihrer Errichtung. Man kann sich aber schon ganz gut vorstellen, wie`s mal ausschauen wird.

Flur: ist weiß, Boden verlegt, sämtliche Türrahmen abgeschliffen und lackiert, einmal durchgefegt, d.h. grober Schmutz wurde entfernt, aber es wird noch ne ziemlich Arbeit den Boden wieder sauber zu bekommen.

Wir haben jedes Mal um 9:00Uhr angefangen und waren nie vor 19:30 Uhr aus unserem Stammesheim raus. Man kann vielleicht bisschen aus meinen Texten rauslesen, wie viel Arbeit diese Renovierung macht. Ich bin aber wirklich stolz, dass wir als Stamm Goten so ein Projekt angegriffen haben und auch jetzt bei der Umsetzung nicht versagen.

(Dieser Text stammt aus dem Renovierungstagebuch von Nena)


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