
Heute haben wir
uns des erstemal nach dem Vorsprechen vor dem Bezirkausschuss München-Nord
getroffen um noch mal festzulegen, wie des jetzt mit der Renovierung unseres
Stammesheims weitergehen soll.
Wir haben geplant,
diskutiert, Skizzen gezeichnet, Aufgaben verteilt und waren kreativ bis uns die
Köpfe rauchten. Nach ca. 2 Stunden war ich ziemlich erschöpft. Mir war vorher
nicht ganz klar gewesen was da auf mich zukommt, aber inzwischen hatte ich da
einen recht guten Überblick bekommen. Aber wir waren noch nicht ganz fertig.
Nach einer kurzen Pause folgte eine weiter Stunde planen, denken, gedanklich
einrichten. Dann hatten wir es endlich geschafft. Um etwa 22 Uhr hatten wir für
jeden Raum ein Konzept erstellt, jedem Raum einen Hauptverantwortlichen
zugeteilt und alle Aufgaben verteilt. Mir fiel der Flur und die Dokumentation
zu. Und natürlich über dieses Chaos einigermaßen einen Überblick zu behalten.
Wir vereinbarten
noch einen Termin für ein allgemeines großes Renovierungs-Treffen, an dem
möglichst viel Pfadfinder und Eltern kommen sollen und die Burg komplett
ausgeräumt, gemalert und die Böden rausgerissen werden sollen.
Ich fuhr von
diesem Treffen mit gespaltenen Gefühlen nach Hause. Einerseits hatte ich Angst,
dass ich des alles nicht hinbekommen würde, andererseits freute ich mich riesig
auf die bevorstehenden Arbeiten, das Renovieren, Malern,.... endlich wieder ein
schönes Stammesheim zu haben.
Donnerstag, der
10.November 2005
Es war fast ein
Monat vergangen bis wir uns wieder zusammengesetzt haben um die Renovierung
voran zutreiben. Aber gut, in der Zwischenzeit waren die Herbstferien gewesen
und jeder Hauptverantwortliche hatte die Zeit für seinen Raum
Mobiliarvorschläge herauszusuchen. Besonders schwer hatte es der Manu. Er hat
sich um die Küche, den wichtigsten Raum in unserer Burg, gekümmert. Er hat
wirklich gute Arbeit geleistet, aber es entbrannte trotzdem eine heftige
Diskussion, besonders über die Farbe. Letztendlich sollte es eine
vanillefarbene Küchenzeile mit dunkel-brauner Arbeitsplatte, ein heller
Fußboden und dunkle Tische werden.
Doch auch die anderen Verantwortlichen hatten ihre Aufgaben erledigt. Wir erstellten eine Einkaufsliste für das Wochenende. Ohne irgendwie hier Schleichwerbung machen zu wollen, aber fast unsere ganze neue Einrichtung wir bei Ikea gekauft werden. Ist aber auch praktisch, weil er so günstig ist und einfach alles hat. Diesmal hat unser Treffen gute 4 Stunden gedauert und jeder wollte nur noch nach Hause und schlafen.
Wie fast jeder hab
ich auch heute meine E-Mails gecheckt. Darunter war auch eine Mail von Basti in
der etwas von einer eisblauen Küche und einem grauen Boden stand. Ich dachte
ich les nicht richtig. Naja, nicht gerade ein Problem, das man nicht lösen
könnte. Ich hab wie eine Wilde rumtelefoniert und es hat sich herausgestellt,
dass es die vanillefarbene Küchenzeile, so wir sie wollten, doch nicht gibt.
Außerdem wäre sie um einiges teurer wie die eisblaue. Na gut, dann wird die
Küche halt doch blau. Aber dafür musste ich feststellen, dass die Eltern noch
immer nicht informiert wurden über Tag und Zeit der Renovierungsaktion. Zum
Glück haben wir einen sehr engagierten Förderverein, der den Stamm des öfteren
unterstützt. Ein Brief an die Förderer, so erreichen wir hoffentlich in
möglichst kurzer Zeit möglichst viele Eltern.
Ohh man, so eine
Renovierung ist vielleicht doch nicht ganz so einfach.
Endlich mal wieder
ein schulfreier Tag. Dieser Buß- und Bettag ist doch eine prima Erfindung für
uns Schüler. Ich nutze die Zeit, um mir mal wieder, na was wohl, die
Burgrenovierung zu Gemüte zu führen. Ich fuhr fast durch die ganze Stadt um
möglichst günstig an Umzugkartons zu kommen. Ich hab`s auch tatsächlich
geschafft 14 Umzugskartons für 0 € zu beschaffen. Bis auf meine Benzinkosten,
aber was soll`s. Als ich dann endlich wieder daheim war, hab ich mich erst mal
an den Computer gesetzt und mir noch mal genau überlegt, was genau in jedem
Zimmer an dem besagten Wochenende getan werden muss. Ich habe jetzt für jeden
Raum eine Art Plan erstellt, in dem grob steht was wann gemacht werden muss.
Ich hoffe so wird jeder am Wochenende einigermaßen wissen was zu tun ist ohne,
dass eine Person ständig mit Fragen gelöchert werden muss. Leider hat die ganze
Sache doch länger gedauert, als ich dachte (etwa 1 Stunde) und jetzt wurde es
allerhöchste Zeit wieder Richtung Stammesheim zu düsen.
Dort traf ich
Hansi, der Fördervereinvorsitzende und auch sonst immer eine helfende Hand. Er
ist besonders engagiert bei der Burg-Renovierung dabei. Mich hat es etwas
überrascht, dass nicht nur ich mich tagtäglich mit dem Stamm befasse, aber
eigentlich war es mir schon vorher klar. Er erzählte mir, er habe jetzt die
Böden bestellt und sie würden nächste Woche geliefert. Ein perfektes Timing!
Außerdem hat er einen Unternehmen ausfindig gemacht, dass sowohl unsere Böden
verlegt, als auch unsere Pläne im Sanitärbereich verwirklichen kann. Oh, das
hört sich etwas hochgestochen an. Eigentlich sind diese Pläne eher simpler Natur.
Neue Waschbecken, eine Dusche im Jungenklo und Durchlauferhitzer für warmes
Wasser in beiden Toiletten. Naja, vielleicht so simpel auch wieder nicht!
Wie auch immer,
heute kam endlich der Brief bei den Eltern an und jetzt warte ich eigentlich
nur noch auf die Telefon- und E-Mailflut. Hoffentlich melden sich ein paar
Eltern, die uns helfen können. Aber auch wenn nicht, wir schaffen das schon
irgendwie!
Dieses Wochenende
haben wir es richtig angepackt. Am Freitag um 16 Uhr ging´s los. Es hat Stunden
gedauert bis alle Räume soweit leer geräumt waren. Das Wölflingszimmer war
schnell fertig. Bilder von der Wand, Fensterbretter leer räumen und schon ready
zum Renovieren. Das Gildenzimmer war auch verhältnismäßig einfach zu leeren.
Der Schrank, der uns so lange gute Dienste geleistet hatte, war schnell
ausgeräumt und fiel fast von alleine zusammen. Die Sofas waren zwar echt
verdammt schwer, aber ziemlich schnell in den Speicher getragen. Anstrengender
war da schon das Büro. Es hat Ewigkeiten gedauert bis wir es soweit freigeräumt
hatten, dass man den Boden wieder sehen konnte. Die Küche war das größte
Problem. Um die ganzen Schränke auszuräumen hat meine Mom vier Stunden
gebraucht. Ich möchte ihr hier auch noch mal ganz herzlich danken. „Mama,
vielen Dank, du bist einfach die Beste!“ Also wie gesagt, meine Mutter hat
zusammen mit Harald geräumt wie eine Weltmeisterin. Als dann der Basti vom
Einkaufen wieder kam, haben wir angefangen die Holzvertäfelung von der Wand zu
schrauben. Das hätten wir wohl lieber lassen sollen. Auf der Fensterseite
gegenüber der Tür ist uns mit der Vertäfelung die ganze Wand entgegen gekommen.
Also, ich mein der Putz und so ist leider komplett abgebröckelt. Jetzt müssen
wir zu allem Überfluss die Wand auch noch neu verputzen lassen. Wie auch immer,
das ist eine Sache, die wir sicher auch gut hinkriegen. Um 21 Uhr war ich total
geschafft. Meine Mama und ich sind Richtung Heimat abgedüst, aber einige sehr
Fleißige sind noch geblieben um den Rest wegzuräumen.
Am Samstag war
früh aufstehen angesagt. Um 9 Uhr rückte
die Mannschaft in malertauglicher Kleidung an und weiter ging´s.
Zuerst wurde die
Küchenzeile fertig ausgebaut und dann zusammen mit dem ganzen anderen Sachen,
die wir ersetzten müssen, zum Sperrmüll gefahren. Dann haben wir sämtliche
Bodenbeläge entfernt. Das heißt: Wölflingszimmer-Teppich raus,
Gildenzimmer-Teppich raus, Büro- auch Teppich raus, Küche- Linoleum unter
Einsatz von Hammer und Spachtel raus, Flur- 4 Schichten Linoleum weg. Wow, es
hat nur so gestaubt in unserem Stammesheim.
Dann war malern
angesagt. Den Gruppenzimmern wurde Farbe verpasst. Die Küche und das Büro weiß,
obwohl wir in letzterem unseren Phantasie haben spielen lassen und noch
mintgrüne Streifen dazu gemalt haben. Das Jungenklo wurde hellblau und das
Mädchenklo rosa. Wenn man sich jetzt in den Flur vor die Toiletten stellt,
strahlen sie einem richtig entgegen. Das ist wunderschön! Um 20 Uhr waren alle
fix und fertig. Wir haben´s nicht mehr geschafft den Flur zu weißeln, aber der
braucht es bis jetzt auch am wenigsten. Ich hab den ganzen Tag heute gebraucht
um mich zu regenerieren. Das Wochenende hat echt geschlaucht. Ich muss noch mal
sagen, alle die da waren haben geackert wie die Irren: Wir haben ziemlich viel
geschafft diese Tage und ich bin euch echt dankbar. Unser Stammesheim wird
wunderschön und ich freu mich schon total, wenn es endlich fertig ist.
Diese Woche kommen
die neuen Bodenbeläge und der Bodenverleger. Dann ist etwa die Hälfte unserer
Arbeit getan. Na ja, fast. Es gibt immer noch viel zu tun. Wir müssen jetzt
noch den Großeinkauf starten, an dem wir all die neuen Möbel und natürlich die
Küchenzeile kaufen werden. Auch die Klos sind noch ein Projekt an sich. Doch
ich bin zuversichtlich, dass wir alles noch dieses Jahr schaffen werden.
Zu meiner Schande
muss ich gestehen, dass ich mich eine längere Zeit nicht dazu aufraffen konnte,
weiter zu schreiben, bis jetzt. Das heißt aber nicht, dass nichts weiter
passiert ist.
Am Samstag, den
26.11. haben Johannes und Lukas in einer Tagesaktion die Wände im
Wölflingszimmer noch mal gestrichen und die Decke bearbeitet. Denn leider hat
die Farbe, die wir zuvor benutzt haben, nicht gehalten. Nun haben die zwei
Jungs die Decke abgespachtelt und noch mal gestrichen. Das muss eine
unglaubliche Arbeit gewesen sein!
Am
Tag drauf, dem
Sonntag, kam die gesamte Sippe Valamir und hat den Flur
geweißelt. Harald
und ich waren auch da. Die Valamirs haben getan, was sie konnten, aber
so richtig
weiß ist der Flur nicht geworden. Während die einen sich um
den Flur gekümmert
haben, habe ich mir mal die Arbeit vom Vortag angeschaut und leider
feststellen
müssen, dass die Farbe im Wölflingszimmer schon wieder von
der Decke geblättert
ist. Lukas kam dann auch noch mal und zu dritt machten wir uns ans
erneute Abspachteln. Leider hatte Lukas nicht viel Zeit und so
waren Harald und
ich bald allein mir der Decke. Doch zu unserem Glück kam bald
danach die Nina,
unsere 2. Fördervereinsvorsitzende, um ebenfalls mal die bereits
getane Arbeit
zu begutachten. Sie hat uns überzeugt, dass wir das so nicht ganz
schaffen
würden. Also haben wir beschlossen, die Spachtelei zu unterbrechen
und die
Renovierung etwas anders anzupacken. Dazu verabredete ich mich mit Nina
für den
Montag drauf.
Am Montag, den
28.11. bin ich gleich nach dem Unterricht zur Nina in ihr Geschäft gefahren.
Wir haben uns stundenlang die Köpfe zerbrochen, wie wir diese Renovierung am
besten anpacken könnten. So wie das bis jetzt gelaufen war, war´s ja noch nicht
so ideal. Für die Bäder haben wir uns Unterstützung geholt. Die sind auch
soweit fertig. Die Waschbecken wurden ausgetauscht und die Dusche eingebaut.
Die Küche ist inzwischen auch wieder weiß und die eine Wand, die uns entgegengekommen
war, gerichtet. Außerdem ist in der Küche und im Flur der neue Linoleumboden
verlegt worden.
Aber es gibt immer
noch so viel zu tun. Nina und ich hatten schon fast einen perfekten Plan
gemacht, als Hansi kam und uns klar machte, dass unser Plan, der stark auf
der Mitarbeit der Eltern basierte, so nicht durchführbar ist, besonders nicht
in der Vorweihnachtszeit. Wir mussten uns leider ohne großartig neue
Erkenntnisse voneinander verabschieden.
Es folgte ziemlich
viel Stress wegen unserer Weihnachtsfeier, deswegen musste die Renovierung erst
mal etwas ruhen.
Am Donnerstag, den
8.12. trafen sich Nina, Hansi, Basti und ich in der Burg, um
noch mal genauer die bis jetzt gemachte Arbeit zu begutachten. Anschließend
sind wir zum Griechen gegangen, einerseits um zu essen, aber natürlich
hauptsächlich um das weitere Vorgehen zu besprechen. Wir haben geplant,
geredet, Pläne entworfen und wieder verworfen und schließlich folgendes
beschlossen:
Am Samstag, den
17.12. fahren Sandra und ich zum Ikea, um endlich das ganze Mobiliar zu
kaufen. Recht viel mehr werden wir vor Weihnachten nicht mehr schaffen. Dann
gleich in der ersten Woche des neuen Jahres werden wir die Türstöcke
abschleifen und neu lackieren, uns der Decke im Wölflingszimmer widmen und
kleine Malerausbesserungen machen. Doch auch das muss geplant werden. Das
heißt wir haben noch viel vor uns, auch vor Weihnachten, nur dass das Arbeit ist, die man so direkt nicht
sieht.
Ich hab schon
einen Brief verfasst, der noch mal alle Pfadfinder und Eltern motivieren soll,
uns zu helfen. Basti hat ihn sich noch mal angeschaut und fand ihn gar
nicht so schlecht. Er wird ihn auch vervielfältigen und verschicken. Außerdem
muss noch weiteres Material gekauft werden. Auch das wird Basti
übernehmen.
Ich hab gestern
und heute auch schon wieder ewig viele Telefonate führen müssen, um den Einkauf
zu organisieren. Denn zu allem Überfluss gibt es auch noch so was wie Schule
und anderen Verpflichtungen, die mich aber im Moment eigentlich nur abhalten
von der Burgrenovierung.
Heute war ein
wichtiger Tag in der Geschichte der Burgrenovierung. Ich war mit Sandra
endlich beim Ikea!
Wir haben
eingekauft, und wie! Wir haben wirklich alles gegeben.
Ich hab Sandra
schon um neun Uhr abgeholt, habs aber tatsächlich geschafft vorher noch das
Geld zu organisieren. (Eigentlich bin ich nur beim Hansi vorbeigefahren uns
hab es abgeholt. Organisiert hat es Hansi) Wie auch immer, wir waren schon
recht früh draußen in Eching. Das war auch gut so, denn es hat durchaus seine
Zeit gedauert bis wir sämtliche Möbelstücke auf der Ausstellungsfläche gefunden
hatten. Und das mussten wir ja, weil man nur da erfährt, wo sie dann in den
Regalen zu finden sind. Den ersten Teil haben wir erfolgreich abschließen
können und uns voller Elan auf die Regale gestürzt. Der Elan war auch dringend
nötig. 2 Stunden und 4 volle Einkaufswägen später, waren wir bis zur Kasse
vorgedrungen. Wir lagen gut in der Zeit, denn es war mir im Vorfeld tatsächlich
gelungen, ein Vater aufzutreiben, der sich breit erklärte uns um ca. 11.30 Uhr
beim Ikea mit einem Laster abzuholen. Also kurz vor 11.30 standen Sandra
und ich mit vier vollbeladenen Einkaufswägen hinter der Kasse und tranken
wohlverdientes Ikea-Mineralwasser.
Herr Ott und sein
Sohn, der Christopher, kamen auch tatsächlich einigermaßen pünktlich. Wir haben
dann das ganze Zeug in den Laster gepackt, mussten aber, bevor wir wieder gen
München fahren konnten, zur Warenauslieferung, wo uns noch einmal ein
Einkaufswagen erwartete. Nachdem auch dieser seinen Weg in den roten LKW
gefunden hatte, machten wir uns auf den Heimweg.
An der Burg
angekommen erwartete uns schon Thomas. Wir begannen mit dem
Ausladen. Sandra und ich waren schon am Ende unserer Kräfte,
halfen aber dennoch mit.
Als dann noch der andere
Thomas und Andi kamen, machten wir zwei Einkäufer uns auf den Heimweg. Ich
musste noch meinen Zug nach Erlangen erwischen und auch Sandra hatte noch
wichtige Verpflichtungen vor sich.
Die drei Jungs, Herr Ott und Christopher luden noch den Rest aus dem Laster aus und
trugen alles rauf in die Küche.
Die Einrichtung
ist jetzt soweit gekauft. Nur die Elektrogeräte und Kleinigkeiten fehlen noch.
Das Jahr ist fast vorbei und ich hoffe, dass wir noch alles schaffen.
Die Zeit läuft uns
davon. Jetzt kommen die Weihnachtsfeiertage und damit eine kurze Ruhepause.
Allerdings ist die im Moment nicht sehr vorteilhaft. Die Renovierung wird im
neuen Jahr weiter gehen und ich hoffe, dass wir sie dann möglichst schnell auch
beenden können.
Für
Morgen ist
unsere nächste größere Renovierungsaktion angesetzt und
wir mussten noch
diverse Sachen beim Baumarkt besorgen. Zu diesen Zweck bat ich den
besten
Freund meines Bruders, der bei Obi arbeitet, uns zu helfen. Wir ,Alex
und ich, trafen uns um 16:30 Uhr mit Basti vorm Obi. Farbeimer,
Spülbecken,
Türlack, so ging´s im Zick-Zack durch das Geschäft.
Alex war uns wirklich eine
riesige Hilfe. Nicht nur, dass er uns zielsicher durch das Labyrinth
der
Regalgänge führte, er verhalf uns auch zu ganzen 20 % Rabatt.
Einen
Einkaufswagen konnten wir füllen bis wir allen beieinander hatten.
Jetzt muss
ich mich noch ein bisschen erholen, damit ich morgen fit bin.
7:00 Uhr aufstehen
ist schon eine recht unchristliche Zeit für eine Schülerin in der Ferienzeit.
Aber was sein muss, muss sein. Pünktlich um 9:00 Uhr stand ich vor der Tür
unseres Stammesheims. Kurz darauf trudelten auch all die anderen ein. Es war
eine gut überschaubare Anzahl an Leuten. Genug, dass endlich mal was voran
geht, aber nicht zu viele, dass man leicht den Überblick verliert. Tatkräftig
machten wir uns ans Werk.
Für die Türen und
Türrahmen habe ich meinem Opa sämtliche seiner Abschleifgeräte abgeschwatzt und
noch am Vorabend abgeholt. Doch trotz schwerer Geschütze ist es gar nicht so
leicht die Türrahmen mit all seinen Ecken und Kanten abzuschleifen.
Während sich die
einen mit dieser sehr staubigen Arbeit beschäftigten, haben Harald,
Verena und ihre Mutter, Alexandra Fabry und ich, wir haben uns erneut die
Decke im Wölflingszimmer vorgenommen. Das war vielleicht eine Heidenarbeit. Von
9:30 bis etwa 19:00 Uhr haben wir gespachtelt wie die Weltmeister. Natürlich
haben wir zwischen drin Pausen gemacht, aber mit recht viel mehr haben wir uns
an diesen Tag nicht beschäftigt. Und wir haben es tatsächlich geschafft bis zum
Abend die gesamte Decke abzuspachteln und eine Tiefengrund aufzutragen. Die
Schleifer waren auch sehr fleißig. Sämtliche Türen sind fertig abgeschliffen,
sowie 3 Türrahmen abgeschliffen und neu lackiert. Das Mädchenklo hat noch mal
einen Anstrich verpasst bekommen und das Gildenzimmer und das Büro bekamen noch
einige esthetische Verbesserungen.
Als ich um etwa
halb acht daheim war, war ich so erschöpft, dass ich mich grad noch in die
Badewanne schleppen konnte. Meine Arme schmerzten von der vielen Spachtelei so
unglaublich, dass ich nicht mal mehr meine Fernbedienung schmerzfrei bedienen
konnte. Aber Heute, einen Tag später, sind die Schmerzen verflogen und ich bin
froh, dass wir gestern so viel geschafft haben.
Sonntag, 15.
Januar 2006
Seit meinem
letzten Tagebucheintrag, fanden wieder zwei weitere Renovierungsaktionen statt.
Am Samstag, den 7.1. und gestern. Es kamen an beiden Tagen je etwa 15 Personen,
so viele wie noch nie zuvor. Es war nicht ganz einfach für mich den Überblick
zu behalten, aber mit Hilfe von Hansi und den tatkräftigen Eltern, gelang uns
die Koordination doch ganz gut. Ich hab schon soviel geschrieben und teilweise
auch ziemlich genau ausgeführt, was wir an den Aktionen so treiben, deswegen
werde ich diesmal nur die Ergebnisse festhalten.
Wölflingszimmer:
endlich eine weiße Decke, hoffentlich hält sie diesmal länger als 6 Stunden, die
Wände sind hellgelb und um die Tür und die
Büro: die Wände
sind einigermaßen weiß und an der Wand neben der Tür, sowie gegenüber am
Fenster befindet sich, sagen wir ein Streifenkunstwerk in grün à la Nina
(wunderschön), der große Schrank ist noch ziemlich verstaubt, aber sonst
schauts ganz gut aus.
Gildenzimmer: die
Wände strahlen alle in einem apricot, die Wand rechts neben der Tür und um das
Fenster zum Hof hin, ist die Schwammtechnik in einem Terrakottaton angewandt
worden. Frau Mohr hat für uns die Farbkanten zu Decke und sonstiges
ausgeglichen. Die Gizitür ist innen weiß und zum Gang hin dunkelblau.
Jungenklo: Wir
haben einen neuen Spülkasten montiert, die Kloschüssel ist einigermaßen sauber,
die Fugen zwischen den Fließen in Kleinstarbeit geweißt worden, die Dusche eh
schon seit längeren eingebaut. Der Boden muss noch geputzt werden und das
Waschbecken hat leider ziemlich viel Farbe abbekommen, die erst noch mit
Spezialreiniger entfernt werden muss. Die Tür ist komplett weiß.
Mädchenklo: Der
erste Raum, der komplett fertig ist! Rosa Wände, weiße Fugen, strahlendes
Waschbecken und Boden, sowie neuer Spiegel (von meiner Mutter gesponsert) überm
Waschbecken, sagen wohl alles Wissenswerte über das Mädchenklo aus.
Küche: größter
Brennpunkt im Moment. Boden ist fertig, der Vater vom Max hat angefangen die
Holverkleidung wieder an die Wand zu montieren, die Küchenzeile ist noch am
Anfang ihrer Errichtung. Man kann sich aber schon ganz gut vorstellen, wie`s
mal ausschauen wird.
Flur: ist weiß,
Boden verlegt, sämtliche Türrahmen abgeschliffen und lackiert, einmal
durchgefegt, d.h. grober Schmutz wurde entfernt, aber es wird noch ne ziemlich
Arbeit den Boden wieder sauber zu bekommen.
Wir haben jedes Mal um 9:00Uhr angefangen und waren nie vor 19:30 Uhr aus unserem Stammesheim raus. Man kann vielleicht bisschen aus meinen Texten rauslesen, wie viel Arbeit diese Renovierung macht. Ich bin aber wirklich stolz, dass wir als Stamm Goten so ein Projekt angegriffen haben und auch jetzt bei der Umsetzung nicht versagen.
(Dieser Text stammt aus dem Renovierungstagebuch von Nena)